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"Ich sammle keine Antworten.

                                         Ich sammle Begegnungen..."

Mit Menschen. Mit Musik. Mit Büchern. Mit Bildern. Mit Gedanken, die mich nicht mehr loslassen. Vielleicht male ich deshalb. Nicht, um die Welt zu erklären. Sondern um ihr zuzuhören. Geboren in Neu-Ulm, geprägt von den Jahren meiner Kindheit in Sarajevo und seit den frühen Achtzigerjahren im Raum Stuttgart zuhause, habe ich früh verstanden, dass jeder Mensch seine eigene Geschichte trägt. Diese Geschichten interessieren mich bis heute mehr als jede Schublade, in die man sie stecken könnte. Über zwanzig Jahre führte mich mein Weg durch die internationale Welt der Nail-Art. Ich durfte 17 nationale und internationale Titel gewinnen, für Fachmagazine schreiben, im Fernsehen über Kreativität sprechen und über viele Jahre internationale Meisterschaften als Jurorin begleiten. Es waren prägende Jahre – nicht wegen der Auszeichnungen, sondern wegen der Menschen. Die Malerei war dabei immer an meiner Seite. Mit der Zeit wurden die Leinwände größer. Vielleicht, weil auch meine Fragen größer wurden. Ich glaube an das freie Denken, an Mitgefühl und daran, dass Kunst uns daran erinnern kann, wer wir sind. Deshalb gehören für mich Malerei, Literatur, Musik, Philosophie und Poesie untrennbar zusammen. Sie öffnen Räume, in denen wir uns selbst wieder begegnen können. Aus diesem Grund engagiere ich mich ehrenamtlich mit jungen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen. Wir lesen, diskutieren, lachen, widersprechen einander und werden anschließend kreativ. Wir malen, schreiben und erschaffen. Nicht, weil Kunst ein Ziel wäre, sondern weil sie eine Sprache ist, wenn Worte allein nicht mehr ausreichen. Ich wünsche mir, dass junge Menschen erfahren, dass ihre Gedanken wichtig sind. Dass Mitgefühl Stärke bedeutet. Dass jeder Mensch seinen Platz in dieser Welt hat. Und dass die Natur nicht etwas ist, das uns umgibt, sondern etwas, zu dem wir gehören. Wenn durch ein Bild, ein Gedicht oder ein Gespräch auch nur ein Herz ein wenig offener wird, dann ist das für mich der größte Erfolg. Vielleicht ist das meine Vorstellung von Bohème. Nicht frei von Regeln. Sondern frei genug, den Menschen nie aus den Augen zu verlieren.

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